Fort- und Weiterbildungen für Existenzgründer und Führungskräfte aus Kleinen und Mittelständischen Unternehmen

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Bürgschaften

Wie bereits erwähnt, benötigen Sie in der Regel Eigenkapital, um eine Förderung bewilligt zu bekommen. Falls es Ihnen an solchen Sicherheiten mangelt, können Ihnen auch Bürgschaften weiterhelfen. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass Bürgen für die Rückzahlung des Darlehens mit ihrem Eigentum garantieren und bei einem Kreditausfall die Schuld komplett begleichen müssen. Sie tragen dementsprechend große Verantwortung – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Person, die für Sie bürgt.

Es wird in private und in staatliche Bürgschaften unterschieden. Bei ersteren bürgen – wie der Name schon sagt – Privatpersonen mit Bargeld, Immobilien oder wertvollen Sachgegenständen. Private Bürgschaften sind immer mit einem gewissen Risiko verbunden, vor allem dann, wenn es sich bei den Bürgen um Familienangehörige oder Freunde handelt. Da häufig vereinbart wird, dass die Bank auch ohne gerichtliches Vorgehen den Bürgen in die Pflicht nehmen kann, begibt sich der Bürge in finanzieller Hinsicht auf ausgesprochen dünnes Eis. Dazu kommt die emotionale Belastung, da es sich bei dem Bürgen um eine nahestehende Person handelt. Es bietet sich daher an, einen Geschäftspartner als Bürgen zu nehmen. Indem diesen Einfluss bei unternehmerischen Entscheidungen eingeräumt und ein Bürgschaftsvertrag angeboten wird, bleibt das Risiko für beide Seiten überschaubar.

Bei staatlichen Bürgschaften bürgen Bürgschaftsbanken mit so genannten Ausfallbürgschaften. Falls Ihre Hausbank Zweifel an Ihrer Kreditwürdigkeit hat, kann sie sich an ein solches Bürgschaftsinstitut wenden. Dort erhält sie eine Rückgarantie des Bundes, die als vollwertige Kreditsicherheit betrachtet wird. Den damit verbundenen Aufwand betreibt Ihre Hausbank allerdings erst dann, wenn der Finanzierungsbedarf mindestens 10.000 Euro beträgt. Darüber hinaus muss Ihr Finanzierungsvorhaben als betriebswirtschaftlich sinnvoll eingestuft werden. Nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Bürgschaftsbank nie das volle Risiko trägt. Sie bürgt für maximal 80 Prozent der Summe; für den Rest haftet Ihre Hausbank.

Es gibt zwei Wege, staatliche Bürgschaften bei einer Bürgschaftsbank zu beantragen. Die erste Variante setzt voraus, dass Ihre Hausbank Ihr Gründungsvorhaben bereits positiv beurteilt hat. In diesem Falle stellen Sie gemeinsam mit Ihrer Hausbank den Antrag bei der Bürgschaftsbank. Bei der zweiten Variante kontaktieren Sie direkt die Bürgschaftsbank in Ihrem Bundesland. Diese prüft ebenfalls Ihr Gründungsvorhaben und bietet Ihnen bei einer positiven Beurteilung eine Kreditbürgschaft zwischen 60 und 80 Prozent an. Letztere Variante ist vor allem für diejenigen Existenzgründer gedacht, die noch keine geeignete Hausbank gefunden haben.

Aktualisiert am 10. September 2014