Fort- und Weiterbildungen für Existenzgründer und Führungskräfte aus Kleinen und Mittelständischen Unternehmen

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Allgemeine Voraussetzungen und Hinweise

Die wohl wichtigsten öffentlichen Gründungsdarlehen des Bundes sind das Unternehmerkapital (ERP-Kapital für Gründung), der Unternehmerkredit und die Beratungsförderung. Darüber hinaus gibt es das KfW-StartGeld. Sie beantragen diese Fördermittel prinzipiell bei Ihrer Hausbank. Bevor Sie jedoch irgendwelche finanzielle Bindungen eingehen, sollten Sie mit Ihrem dortigen Ansprechpartner in Kontakt treten und sich von ihm umfassend beraten lassen. Kein Ratgeber – auch dieser nicht – ersetzt das persönliche Gespräch mit einem Fachmann, der einen Einblick in Ihre individuelle Situation hat und entsprechende Empfehlungen geben kann.

Denken Sie daran, dass Fördermittelanträge vor der Aufnahme der Selbständigkeitgestellt werden müssen. Nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit wird keines der hier vorgestellten Fördermittel mehr bewilligt. Seien Sie daher nicht zu voreilig mit dem Bestellen von Waren oder dem Verteilen von Aufträgen. Warten Sie mit der offiziellen Aufnahme Ihrer Selbständigkeit so lange, bis Ihre Finanzierung tatsächlich steht.

Um eine Förderung bewilligt zu bekommen, müssen Sie ausreichend fachliche und kaufmännische Qualifikationen nachweisen. Ihre Hausbank prüft eingehend, ob das Gründungsvorhaben auch wirklich den Ansprüchen einer tragfähigen Vollexistenz entspricht. Dazu müssen Sie einen Businessplan, einen Kapitalbedarfsplan, eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau für zwei Jahre, einen Liquiditätsplan auf Monatsbasis für ein Jahr, eine Vermögens- und Schuldenaufstellung, einen tabellarischen Lebenslauf und eine Übersicht über Ihre Sicherheiten (Sparguthaben, Grundstücke, Immobilien etc.) vorlegen. Falls Sie eine Unternehmensnachfolge planen, sollten Sie außerdem die Bilanzen der letzten zwei Jahre sowie eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung mitbringen. Seien Sie in jedem Fall gut vorbereitet, wenn Sie in Verhandlung mit Ihrer Bank treten. Auch Ihr Auftreten wird bei der Vergabe der Förderung keine unwesentliche Rolle spielen. (Falls Sie nicht genau wissen, was Sie bei einem Bankgespräch beachten sollten, lesen Sie noch einmal das entsprechende Kapitel.)

Bedenken Sie, dass die Verwendung der Förderung zweckgebunden ist, was bedeutet, dass Sie Ihrer Hausbank sämtliche Rechnungen bzw. Aufträge für die geplanten Investitionen vorlegen müssen. Fördermittel werden Ihnen also nur dann gewährt, wenn Sie damit Sachanlagen, Warenlager oder Betriebsmittel finanzieren wollen. Nicht gefördert werden hingegen Umschuldungen, Nachfinanzierungen und Sanierungsfälle.

Um herauszufinden, welche Fördermaßnahmen Ihnen zur Verfügung stehen und welches Anforderungsprofil mit dem jeweiligen Programm verknüpft ist, sollten Sie einen Blick auf die Seite www.foerderdatenbank.de werfen. Dabei handelt es sich um einen Überblick sämtlicher Fördermittel des Bundes, der Länder und der Europäischen Union. Sie müssen nur einige knappe Angaben zu Ihrem Gründungsvorhaben und zur geplanten Standortwahl machen und schon erhalten Sie eine Liste aller Fördermaßnahmen, die der Bund bzw. das jeweilige Land für Sie bereithält.

Um Klarheit darüber zu bekommen, was Sie bei der Antragstellung berücksichtigen müssen, beantworten Sie die folgenden Fragen:

Checkliste: Allgemeine Hinweise und Voraussetzungen

  • Haben Sie mit Ihrem Ansprechpartner bei Ihrer Hausbank bereits über das Gründungsvorhaben gesprochen und sich über die Fördermöglichkeiten beraten lassen?
  • Sind Sie offiziell weder als Freiberufler noch als Gewerbetreibender tätig?
  • Können Sie die notwendigen fachlichen und kaufmännischen Qualifikationen vorweisen?
  • Haben Sie alle erforderlichen Unterlagen wie das Unternehmenskonzept, die Vermögens- und Schuldenaufstellungen, die Sicherheitenübersicht etc.?
  • Sind Sie auf das Verhandlungsgespräch mit dem Kreditinstitut entsprechend vorbereitet?
  • Sind Ihre geplanten Investitionen zweckgebunden?

Aktualisiert am 10. September 2014