Fort- und Weiterbildungen für Existenzgründer und Führungskräfte aus Kleinen und Mittelständischen Unternehmen

Hotline
030 - 436 074 51
Bürozeiten: Mo - Do 9:00 Uhr - 20:00 Uhr
Fr 9:00 Uhr - 14:00 Uhr
KMU Akademie ltd. Logo
So finden sie uns:
Mitglied bei

bvmw

Gewerbesteuer

Der Gewerbesteuer unterliegen nur Gewerbetreibende, also keine Freiberufler. Ebenfalls ausgenommen sind landwirtschaftliche Betriebe. Mit der Gewerbesteuer bestreiten die Gemeinden ihre öffentlichen Ausgaben, weshalb sie zu deren wichtigsten Einnahmequellen gehört. Der Freibetrag liegt bei 24.500 Euro, d.h., Gewinne, die unter diesem Betrag liegen, müssen nicht versteuert werden. (Kapitalgesellschaften dürfen diesen Freibetrag nicht in Anspruch nehmen.)

Die Gewerbesteuer zu errechnen, ist nicht ganz einfach. Gewerbesteuermessbetrag und Hebesatz müssen miteinander multipliziert werden. Der Gewerbesteuermessbetrag ergibt sich aus Ihrem Gewinn (abzüglich des Freibetrags) und der so genannten Steuermesszahl.

Die Unternehmenssteuerreform 2008 sieht vor, die Steuermesszahl von 5 Prozent auf 3,5 Prozent zu senken. Der Hebesatz wiederum schwankt von Gemeinde zu Gemeinde und liegt zwischen 200 und 490 Prozent. Die Städte mit dem höchsten Hebesatz sind derzeit (Juli 2007) München (490 Prozent) und Essen (470 Prozent). Im Bundesdurchschnitt pendelt sich der Hebesatz bei rund 430 Prozent ein.

Beispiel: Ihr Gewinnertrag liegt bei 50.000 Euro. Daraus ergibt sich ein Gewerbesteuermessbetrag von 405 Euro. (50.000 Gewinn – 24.500 Freibetrag = 25.500 Euro / 12.000 Euro x 1 Prozent = 120 Euro / 12.000 Euro x 2 Prozent = 240 Euro / 1.500 Euro x 3 Prozent = 45 Euro / 120 Euro + 240 Euro + 45 Euro = 405 Euro) Wenn Ihr Unternehmen beispielsweise in Essen seinen Sitz hat, müssen Sie 2007 mit einem Hebesatz von 470 rechnen, was schlussendlich eine Steuerschuld von 1.903,50 Euro bedeutet. (405 Gewerbesteuermessbetrag x 470 Hebelsatz / 100 = 1.903,50 Euro)

Nach Ablauf des Kalenderjahres reichen Sie beim Finanzamt Ihre Gewerbesteuererklärung ein. Die Jahresabrechnung kann unter Umständen zur Folge haben, dass Sie vierteljährlich Gewerbesteuervorauszahlungen leisten müssen. Berücksichtigen Sie auch dies in Ihrer Steuer- und Finanzplanung.

Aktualisiert am 10. September 2014