Fort- und Weiterbildungen für Existenzgründer und Führungskräfte aus Kleinen und Mittelständischen Unternehmen

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Insolvenz

Müssen Sie tatsächlich Insolvenz anmelden und können Sie sich mit Ihren Gläubigern außergerichtlich nicht einigen, prüft das Insolvenzgericht, ob genügend Unternehmerwerte vorhanden sind. Lohnt sich ein Insolvenzverfahren, wird ein Insolvenzverwalter bestellt und das Verfahren eröffnet. Hierbei wird zwischen Verbraucher- und Unternehmensinsolvenzverfahren unterschieden. Ersteres ist für Privatpersonen und Kleinunternehmer, zweites für größere Unternehmen.

Damit Sie nicht womöglich ein Leben lang Ihre Schulden abbezahlen müssen, können Sie einen Antrag auf Restschuldbefreiung stellen. Dazu benötigen Sie nicht nur eine schriftliche Bestätigung, dass Ihr(e) Einigungsversuch(e) gescheitert sind, sondern auch eine genaue Aufstellung Ihres Vermögens, ein Verzeichnis der Gläubiger, ein Verzeichnis der Forderungen sowie ein Konzept, wie Sie Ihre Verbindlichkeiten zu tilgen gedenken. Wird Ihrem Antrag stattgegeben, müssen Sie über einen Zeitraum von Sieben Jahren – auch Wohlverhaltensperiode genannt – einen Teil Ihres Einkommens an einen Treuhänder abführen und jede bezahlte Arbeit annehmen, die Ihrer Qualifikation entspricht. Ein Verstoß gegen Ihre Pflichten führt in der Regel zum Ausschluss von der Restschuldbefreiung. Für weitere Informationen wenden Sie sich unbedingt an eine Schuldenberatungsstelle.

Beachten Sie folgendes: Als Inhaber eines Einzelunternehmens oder als Gesellschafter einer GbR dürfen Sie im Falle einer Zahlungsunfähigkeit keine neuen Waren mehr bestellen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Schädigen Sie nämlich fahrlässig Ihre Gläubiger, machen Sie sich wegen betrügerischen Bankrotts strafbar. Als Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft müssen Sie spätestens drei Wochen nach Bekanntwerden der Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden sowie für Ihre Mitarbeiter weiterhin die Arbeitnehmeranteile der Sozialversicherungsbeiträge an die Krankenkasse entrichten. Ansonsten droht Ihnen ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung und ebenfalls strafrechtliche Verfolgung.

Aktualisiert am 10. September 2014