Fort- und Weiterbildungen für Existenzgründer und Führungskräfte aus Kleinen und Mittelständischen Unternehmen

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Controlling

Controlling bedeutet nach wirtschaftswissenschaftlicher Definition Daten des Unternehmens zu sammeln, aufzubereiten und zu analysieren. Anders gesagt, es ist dafür zuständig, dass alle vorgegebenen Ziele auch wirklich erreicht werden und kontinuierlich Verbesserungen im Unternehmen stattfinden. Es stellt  Abweichungen von den Vorgaben fest und benennt die Gründe, die zu diesen Abweichungen führten. Außerdem lässt Controlling Rückschlüsse zu, ob Sie Ihr Unternehmen im Griff haben, weswegen es auch ein wichtiger Faktor bei der Einstufung Ihrer Kreditwürdigkeit ist.

Setzen Sie sich konkrete Ziele, und versuchen Sie, diese mit geeigneten Maßnahmen zu realisieren. Überlegen Sie beispielsweise, welche Produkte Sie in nächster Zeit in Ihr Sortiment aufnehmen, welche Dienstleistungen Sie anbieten oder wie viele neue Kunden Sie gewinnen wollen. Achten Sie darauf, dass Ihre Planung gleichermaßen ehrgeizig und realistisch ist. Unterscheiden Sie dabei in kurz-, mittel- und langfristige Ziele. Insbesondere die kurzfristigen Zielsetzungen sind für Existenzgründer hilfreich, lässt eine Auswertung doch Rückschlüsse zu, ob und wie sich das Unternehmen entwickelt.

Rechnen Sie damit, dass Sie Ihre Ziele kleinen und großen Veränderungen anpassen müssen. Bewahren Sie sich deshalb immer einen gewissen Spielraum, um die Zielsetzungen gegebenenfalls korrigieren zu können. Da solcherlei Abweichungen zum unternehmerischen Alltag gehören, sollten Sie in der Lage sein, sich schnell auf veränderte Rahmenbedingungen einzustellen.

Ein besonderes Augenmerk des Controllings gilt den Finanzen. Mit Hilfe Ihres Finanzplanes berechnen Sie die Rentabilität Ihres Unternehmens und stellen sicher, dass Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Darüber hinaus teilt Ihnen der Finanzplan mit, wie die Auftragslage in den kommenden Monaten aussieht und welche Maßnahmen Sie ergreifen müssen, um die Liquidität zu steigern. Auch die Buchführung spielt hierbei eine große Rolle, da sie einen Einblick in die wirtschaftliche Situation Ihres Unternehmens erlaubt.

Zum Controlling stehen Ihnen diverse Instrumente zur Verfügung, von denen an dieser nur ein paar wichtige erläutert werden können: So ist mit Benchmarking gemeint, dass Sie Ihr Geschäft mit den besten Unternehmen in Ihrer Branche vergleichen. Sie sollen von ihnen lernen, herausfinden, was sie von anderen, weniger erfolgreichen Unternehmen unterscheidet. Orientieren Sie sich an diesen Vorzeige-Unternehmen, um sich stetig zu entwickeln und zu verbessern. Freilich ist es nicht ganz einfach, an die für einen Vergleich notwendigen Informationen zu kommen. Sie können beispielsweise bei Branchentreffen oder –messen den Ansprechpartner des jeweiligen Unternehmens kontaktieren und einen konstruktiven Austausch von Angesicht zu Angesicht forcieren.

Informationen sollten Sie auch nach Möglichkeit von Ihren direkten Konkurrenten einholen. Eine Konkurrenzanalyse und die daraus abgeleitete Einschätzung ist nämlich Voraussetzung, um das eigene Geschäft wirtschaftlich sinnvoll zu positionieren. Machen Sie sich Notizen zu Ihrer Konkurrenz hinsichtlich Preise, Serviceleistungen, Image oder Werbung. Werten Sie die Daten aus und verwenden Sie die daraus gezogenen Schlüsse gegebenenfalls als Verkaufsargumente für Ihr eigenes Produkt bzw. Ihre Dienstleistung. Außerdem: Je aktiver Sie Ihre Mitbewerber beobachten, desto schneller und effektiver können Sie auf bestimmte Aktionen wie Rabattwochen etc. reagieren.

Da die kurzfristigen Zielsetzungen für Sie als Gründer eine wichtige Rolle spielen, sollten Sie monatlich eine so genannte kurzfristige Erfolgsrechnung anfertigen. Aus der übersichtlichen Gegenüberstellung Ihrer Unkosten, Einnahmen und Leistungen lassen sich unternehmerische Gewinne oder Verluste ableiten, weshalb die kurzfristige Erfolgsrechnung zur Steuerung und Kontrolle der Unternehmensprozesse unentbehrlich ist.

Legen Sie ein Prioritätensystem an, um zu verhindern, dass Sie die wichtigen Aufgaben aus den Augen verlieren. Bei der ABC-Analyse bewerten Sie die zu erledigenden Aufgaben nach ihrer Relevanz, wobei A die oberste Priorität hat, B delegiert werden kann und C weniger wichtig ist. Mit Hilfe der ABC-Analyse können Sie nicht nur Ihre Aufgaben kategorisieren, sondern auch Ihre Kunden, Auftraggeber oder Lieferanten.

Aktualisiert am 10. September 2014