Fort- und Weiterbildungen für Existenzgründer und Führungskräfte aus Kleinen und Mittelständischen Unternehmen

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Berufsgenossenschaften

Wer ein Unternehmen eröffnet, sollte sich mit der zuständigen Berufsgenossenschaft in Verbindung setzen und klären, ob Versicherungspflicht besteht.

Die Berufsgenossenschaften sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und für alle Betriebe, Einrichtungen und Freiberufler zuständig (Ausnahme: landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften oder der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand). Über die Unfallversicherung hinaus kümmern sich die Berufsgenossenschaften auch um alle Aspekte der Arbeitssicherheit und -gesundheit. Sie beraten und überwachen Betriebe, stellen Informationsmaterial zur Verfügung  usw.

Versicherungspflicht

Unternehmerinnen und Unternehmer, die keine Mitarbeiter beschäftigen, sind nicht in jedem Fall versicherungspflichtig. Eine freiwillige Versicherung bei der Berufsgenossenschaft kann aber sinnvoll sein, um sich gegen die Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten zu versichern.
Die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft ist Pflicht, sobald der Betrieb Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt.

Anmeldung

Die zuständige Berufsgenossenschaft sollte innerhalb einer Woche nach Gewerbeanmeldung  bzw. Aufnahme der selbständigen Tätigkeit informiert werden. Auch wenn es gängige Praxis ist, dass die Gewerbeämter die Gewerbeanmeldung an die Berufsgenossenschaft schickt. Welche Berufsgenossenschaft für Sie zuständig ist, erfahren Sie bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Wer sich bei der Berufsgenossenschaft meldet, erhält einen Fragebogen zur Unternehmensbeschreibung, der beantwortet und zurückgeschickt werden muss.

Die Beiträge für die gesetzliche Unfallversicherung trägt allein das Unternehmen. Die Beitragstarife unterscheiden sich je nach Berufsgenossenschaft  bzw. Branche. Sie sind abhängig von den an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gezahlten Löhnen und Gehältern (Bruttolohnsumme) eines Unternehmens, der jeweiligen Gefahrklasse (Grad der Unfallgefahr) sowie dem sogenannten Beitragsfuß (Grundbeitrag in der Gefahrklasse 1). Ein Gewerbe, das mit einem hohen Unfallrisiko verbunden ist, zahlt dementsprechend einen höheren Gefahrentarif als ein Unternehmen mit einer geringen Risikoklasse.
Betriebe, die sich erfolgreich im Bereich der Arbeitssicherheit engagieren, können von ihrer Berufsgenossenschaft mit einem niedrigeren Beitragssatz belohnt werden.

Aktualisiert am 10. September 2014