Fort- und Weiterbildungen für Existenzgründer und Führungskräfte aus Kleinen und Mittelständischen Unternehmen

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Anmeldung beim Gewerbe- und Finanzamt

Bevor Sie Ihre selbständige Tätigkeit aufnehmen können, müssen Sie sich entweder beim Gewerbe- oder Finanzamt anmelden – je nachdem, ob Sie Gewerbetreibender oder Freiberufler sind. Wenn Sie nicht genau wissen, zu welcher der beiden Gruppen Sie gehören, bitten wir Sie, sich das Kapitel Gründungsarten durchzulesen. Dort finden Sie Informationen, welche Branchen und Berufe zu welcher Gruppe gehören. Formell unterscheiden sich Gewerbetreibende und Freiberufler vor allem darin, dass erstere die Gewerbesteuer zu entrichten haben und zur doppelten Buchführung verpflichtet sind. Ausgenommen davon sind allerdings Kleingewerbetreibende.

Die Anmeldung beim Gewerbe- und Finanzamt ist zwar nicht sonderlich kompliziert, doch gilt es das eine oder andere zu beachten. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, welche Unterlagen Sie zur Anmeldung benötigen und wie Sie vorzugehen haben. Da sowohl Gewerbetreibende als auch Freiberufler den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ ausfüllen müssen, gehen wir diesen anschließend Punkt für Punkt durch.

Anmeldung einer gewerblichen Tätigkeit

Sie melden Ihr Gewerbe grundsätzlich dort an, wo Ihr Unternehmen seinen Sitz haben wird. Für die Anmeldung benötigen Sie neben einen Personalausweis bzw. Reisepass auch sämtliche für Ihre Branche erforderlichen Dokumente und Genehmigungen (Handwerkskarte, Konzessionen etc.). Die Anmeldegebühr beträgt zwischen 20 und 40 Euro. In Berlin beispielsweise müssen Sie 26 Euro bezahlen.

Genehmigungen benötigen Sie dann, wenn es sich bei Ihrer Unternehmung um eine erlaubnispflichtige Tätigkeit handelt. So müssen Sie als Handwerker in der Handwerksrolle eingetragen sein, was in der Regel wiederum eine Meisterprüfung voraussetzt. Wollen Sie hingegen ein Restaurant oder Café eröffnen, sind bestimmte Auflagen hinsichtlich der Räumlichkeiten einzuhalten. Es empfiehlt sich, mit dem Gewerbeamt schon frühzeitig in Kontakt zu treten und Auskünfte über Ihr Vorhaben und die damit verbundenen Genehmigungen sowie Voraussetzungen einzuholen.

Übrigens: Land- und forstwirtschaftliche Betriebe zählen nicht als Gewerbebetriebe und benötigen somit keine Gewerbeanmeldung.

Wenn das Gewerbeamt alles auf seine Richtigkeit geprüft hat, erhalten Sie den so genannten Gewerbeschein. Im Anschluss benachrichtigt das Gewerbeamt alle wichtigen Behörden, bei denen Sie ebenfalls angemeldet sein müssen. Dazu gehören das Finanzamt, die zuständige Berufsgenossenschaft, die Industrie-, Handels- oder Handwerkskammer, das Amtsgericht sowie das Gewerbeaufsichtsamt.

Anmeldung einer freiberuflichen Tätigkeit

Gehen Sie einer freiberuflichen Tätigkeit nach, müssen Sie sich ans Finanzamt wenden. Die Anmeldung ist kostenlos, und Sie erhalten eine Steuernummer, unter der Sie von nun an geführt werden. Außerdem müssen Sie – genauso wie ein Gewerbetreibender – den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ ausfüllen.

Ähnlich wie bei gewerblichen Berufen gilt es bei einigen freiberuflichen Tätigkeitenbestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, damit diese ausgeübt werden dürfen. Als Heilpraktiker müssen Sie beispielsweise eine entsprechende Ausbildung beim Gesundheitsamt nachweisen. Solche Nachweise müssen für gewöhnlich dann erbracht werden, wenn der Beruf eine besondere gesellschaftliche Bedeutung hat – im Falle des Heilpraktikers ist es die Gewährleistung der medizinischen Versorgung. Welchen Nachweis Sie für welchen Beruf benötigen, erfahren Sie auf  http://www.freie-berufe.de.

Aktualisiert am 10. September 2014